Feran blieb ruhig. Wenn es darum ging Provokationen zu widerstehen, nun da hatte er Erfahrung. Sein Vater hatte es in seiner Kindheit mehr oder weniger ständig darauf angelegt.
Er überlegte kurz und antwortete dann:
"Die Frage ist nicht, wie schnell du in Flammen aufgehst, sondern auf wessen Seite du stehst.
Ich will gegen niemanden Hand anlegen der sich Mandalorianer nennt. Die Frage ist: Wie weit geht deine Loyalität, wie weit gehen deine Verpflichtungen? Gehen sie über dich selbst hinaus? Oder über deinen Clan? Bedeutet dir dein Volk etwas?"
Feran reichte ihm die Rechte.
"Dann stehst du auf meiner Seite. Und ich stehe zu meinen Verbündeten, egal ob wir uns ausstehen können oder nicht.
Doch wir leben in einer Gesellschaft der Extreme: Bist du nicht mein Verbündeter, dann bist du eine Bedrohung für mich. Und Bedrohungen pflege ich mit der Waffe zu lösen."
Feran zog sein Messer, das Risiko eingehend, dass Hokan die Nerven verlor und einfach abdrückte, doch er vertraute in die Fähigkeit des Mandalorainers die Situation einzuschätzen.
Er hielt ihm nun die rechte Hand entgegen, zugleich aber auch die linke, in der er das Messer hielt.
"Zwar liegt die Entscheidung bei dir, doch es gibt nur eine davon, bei der du dich nicht verletzt.
In welche Hand wirst du einschlagen, Hokan vom Kotyc-Clan?
Feran hatte das ganze in eine Metapher verpackt. Er stellte Hokan auf direkte und unverblümte Weise vor die Wahl ob er Feran als Verbündeten, unabhängig davon wie die beiden sich ausstehen konnten, haben wollten, oder ob er seine Loyalität dem ganzen mandalorianschen Volke gegenüber hinwerfen wollte und damit einen Feind gewinnen würde.
"Es wäre noch nicht einmal weiter schlimm wenn du es weiterplappern würdest", sagte Tar zu Ordo, "mittlerweile weis es eh fast jeder.
Ich bin ein Jedi!
Geboren wurde ich als Mandalorianer auf Concord Dawn. Damals war meine Familie im Akiras-Clan. Doch der Clanführer hasste die Jedi und mein Vater hatte heimlich eine Jedi geheiratet und arbeitete als Söldner für den Jedi-Orden.
Die beiden wurden zu Blutfeinden und damit begann die ganze schreckliche Geschichte die darin endet, dass ich nun hier vor dir stehe, Ordo.
Der Streit zwischen meinem Vater und dem Anführer des Akiras-Clans gipfelte darin, dass mein Vater aus dem Clan ausgestoßen und schließlich vom Clanführer getötet wurde.
Das war als ich sieben Jahre alt war.
Ich und mein Bruder Kredo entkamen und flohen als blinde Passagiere auf einem Raumfrachter.
Wir hatten noch einen älteren Bruder, den unser Vater adoptiert hatte. Er war beim Versuch unseren Vater zu beschützen ums Leben gekommen.
In einem Raumhafen verloren Kredo und ich uns aus den Augen. Ich suchte ihn und dann sah ich wie ... zwei Gamorreaner Kredo in eine Toilettenkabine zogen, ihn fesselten und zu einem fetten Hutten brachten...
Bei meinem leichtsinnigen Versuch meinen Bruder zu befreien entging ich selbst nur knapp der Huttischen Sklaverei.
Und dann saß ich allein auf einer Bank im Warteraum. Ich glaube meine linke Schulter war geprellt von den Schlägen der Gamorreaner, jedenfalls tat mir alles weh und Kredo war in den Händen dieses schleimigen Huttens.
Ich sah auf und sah einer Leuchttafel auf der angezeigt wurde dass ein Frachter in 30 min. nach Coruscant fliegen würde.
Coruscant - es war meine letzte Hoffnung.
Ich rannte los, quetschte mich an den Zollkotrollen vorbei und lief auf die Einstiegsschleuse des Schiffs zu.
Kurz bevor ich drin war packte mich ein Mann vom Sicherheitsdienst, drehte mir den Arm auf den Rücken und führte mich in das Büro der örtlichen Polizei.
Nachdem ich denen dort meine Geschichte erzählt hatte wollten die mich in das nächstbeste Waisenhaus stecken. Also rannte ich wieder weg. Das Schiff nach Coruscant war noch nicht abgeflogen und ich sah einen Gleiter mit Fracht die ins Innere des Schiffs gebracht werden sollte. Ich sprang auf die Ladefläche und versteckte mich zwischen zwei Kisten.
Erstmal auf Coruscant angekommen traf ich einen alten Bekannten meines Vaters. Ein Jedi. Er legte beim Rat ein gutes Wort für mich ein und ich durfte meine Ausbildung beginnen.
Ich wurde ein Jedi und doch blieb ich Mandalorianer.
Später verließ ich den Orden und rächte meinen Vater. Noch später fand ich meinen Vod Kredo wieder und wir gründeten einen neuen Clan. Den Aij'burcay-Clan.
Ja ich bin ein Jedi.
Mein Clan weis es.
Hokan erfuhr es als ich den Sith Lord mit Hilfe der Macht besiegte, Feran und wahrscheinlich noch einige andere hörten einen Wutausbruch mit in dem ich dem Gefangenen Unteroffizier verriet, dass ich ein Jedi bin.
Und du weist es nun auch Ordo..."
"Glaub mir ich nenne mich nicht nur Mandalorianer, sonder ich bin Mandalorianer. Und ich bin zur jeder Zeit eine Bedrohung. Wenn du glaubst das ich Angst vor deinem Spielzeug habe, liegst du Falsch."Hokan schlug trotzdem in die rechte Hand ein und zog sein eigenes Messer. Er steckte es wieder ein und ging davon. Wieder schob er Kyra einfach zur Seite, er ging zu Ven und Bora und brachte der kleinen Twi'lek ein bisschen mando'a bei.
"Damit ist es entschieden", warf Feran dem gehenden Hokan hinterher. Er ging nun, da er in die rechte Hand eingeschlagen hatte davon aus, dass Hokan dabei war.
"Ich schätze keine Bündnisse, die sich am Ende als Bedrohung herausstellen könnten, aber das ist das beste was wir bekommen können oder?", sagte er dann zu Kyra, darauf achtend, dass Hokan es nicht hören konnte.
Kyra passte es überhaupt nicht, wie Hokan mit ihr umging. Am liebsten hätte sie ihm einfach ein paar verpasst oder ihm mit ein paar Stromschlägen bearbeitet, aber da Feran ruhig blieb tat sie es ihm gleich.
Als er sue aber wieder dermaßen respektlos behandelte, war das Fass zum Überlaufen gebracht. Sie ging ihm nach. Die Tatsache, dass sie ihn mit Frau und Tochter vorfand irgnorierte sie, und wandte sich direkt an Hokan:
"Hey, wenn du Streit willst, hast du jetzt die Gelegenheit dir deine Ladung Prügel abzuholen, glaub ja nicht, dass du mich einfach rumschubsen kannst."